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JoomlaDay™ DACH 2025 – Die Highlights

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Diesen Blog-Artikel habe ich auf dem publishing.blog veröffentlicht.

Der JoomlaDay™ DACH 2025 ist schon wieder Geschichte, dabei war’s so schön dort in Bad Krozingen. Hier meine Highlights:

  • Die Begegnungen: Für mich – obwohl ich mich eher zu der introvertierten Sorte zähle – sind bei solchen Veranstaltungen immer die Begegnungen das Herzstück. Ob man sich schon gekannt oder erst kennengelernt hat, ist egal. Man ist unter Leuten, die ähnlich ticken. Das Publikum ist bunt gemischt: Manche sind Design- oder Marketingagenturen, andere sind Programmierer*innen oder bieten Hosting-Services an und dann trifft man immer wieder auf Extension-Entwickler*innen, die man von irgendeinem Supportforum kennt. So war zum Beispiel das gesamte Team von YOOtheme Pro am JoomlaDay dabei. Es war auch der Joomla Verband Schweiz anwesend, was mir als Schweizerin natürlich sofort auffiel. Auch als Frau fühlt man sich alles andere als «allein auf weiter Flur». Das einzige was schade war: Ich hätte noch einen dritten Tag gebrauchen können, um mit allen zu reden, mit denen ich noch reden wollte. 🙂
  • Die Vorträge: Nach der Begrüssung, jeweils einer Keynote und mit einigen Zwischenprogrammpunkten, gab es am Freitag fünf und am Samstag sechs Zeitslots, während denen jeweils drei Vorträge gleichzeitig stattfanden. Einer war immer auf Englisch für Gäste aus anderen Sprachräumen und mindestens einer war jeweils nicht Joomla-spezifisch, so dass man auch zwei wertvolle Tage verbringen konnte, wenn man mit einem anderen CMS arbeitet. Alle Vorträge, die ich gesehen hatte, waren sehr spannend. Für mich persönlich waren definitiv (in zeitlicher Reihenfolge 🙂) folgende Beiträge besonders relevant: Der Vortrag über CSS View Transitions von Marc Dechèvre, derjenige über Testing-Tools für Barrierefreiheit von Christiane Maier-Stadtherr, die Vorstellung von Content-Types in Joomla mit YOOtheme Pro von Hanna Znanewitz und die Präsentation von Thorsten Bastian über Psychologie hinter Websites.
  • Die Joomla-Roadmap: Aus dem Debakel mit dem Wechsel von Joomla 3 auf 4 wurde wirklich gelernt. Es entstand eine umfangreiche und umfassende Roadmap für die nächsten Joomla-Versionen. Letzten Monat kam gerade Joomla 6 raus und die Roadmap gab uns Ausblick bis zur Version 8, die im Oktober 2029 erscheinen wird. Priorität hat dabei das Einhalten von Terminen vor Vollständigkeit der Feature-Wunschliste. Das finde ich eine sehr gute Entwicklung, denn so werden Situationen wie beim Release von Joomla 4 vermieden, als immer wieder das Release-Datum verschoben wurde. Das hat viele User, unter anderem auch mich, verunsichert. Eigentlich mehr als verunsichert, aber lassen wir es dabei. Ich kann heute auf jeden Fall mit gutem Gewissen sagen, mein Vertrauen in Joomla ist wieder hergestellt.
    Was ich auch sehr schön fand zu sehen, ist dass Google Joomla in ihrem Google Summer of Code-Projekt überdurchschnittlich unterstützt. Wie ich im Vortrag von Martin Kopp erfahren habe, hat Google im Jahr 2025 gleich vier Joomla-Projekte, die das CMS in Zukunft verbessern, mitfinanziert.
  • Rahmenprogramm: Die Begrüssungen und Keynotes waren kurzweilig und spannend. Am Samstagmorgen starteten wir sogar mit einer Atemtechnik-Session in den Tag. Es gab genügend Pausen und für das leibliche Wohl war mehr als gesorgt.
  • Das Speed-Dating: Zunächst war ich da etwas skeptisch. Ist das jetzt wirklich eine Single-Börse? Ich habe ja weiter oben geschrieben, ich sei «unter Leuten, die ähnlich ticken», gewesen. Da ist alles möglich. 🙂 Es war aber ganz klassisch eine Möglichkeit, innert kurzer Zeit möglich viele Leute kennenzulernen. Klassisch, aber sehr effektiv und spannend.
  • Die «Make it happen»-Session: Das kannte ich so nicht, fand es aber sehr cool. Es gab verschiedene Themen und da wurde sofort Hand angelegt. Als Coder*in konnte man sich z.B. in einer Gruppe um Bugs kümmern und sonst zum Beispiel um die Dokumentation. Oder sich kurz eine Auszeit nehmen um rasch Kunden zu helfen, die kurzfristig gerettet werden müssen (Hoi M.! 😁).
  • Die J!Otto-Awards: Das sind Awards, die an Joomla-Websites in verschiedenen Kategorien vergeben werden. Zum ersten Mal wurde dieses Jahr eine Website in der Kategorie «Barrierefreie Webseiten» gekürt. Gewonnen hat Angie Radkte mit ihrer Arbeit für den Hagener Entsorgungsbetrieb: heb-hagen.de. Alle anderen Gewinner-Websites können unter jotto-deutschland.de angesehen werden.
  • Der Umgang mit KI: Mich stört es manchmal, wenn KI eine unreflektierte Welle von Begeisterung auslöst. Das war hier gar nicht der Fall. Sie wurde in verschiedenen Vorträgen weder verteufelt noch als das einzig Wahre verehrt, sondern als Chance angesehen. Besonders der Vortrag über KI-Einsatz in Joomla!-Websites von Sebastian Mohila regte mich zum Nachdenken an. Es ging um einen KI-Chatbot, den er am Entwickeln ist. Bei Chatbots habe ich immer ein ungutes Gefühl, weil man irgendwie die Menschlichkeit aus dem Erstkontakt herausnimmt. Auf der anderen Seite darf man sich dieser Technologie nicht verschliessen. Schlussendlich ist es wie bei fast allem: Man muss einfach den richtigen Einsatzzweck finden, dann ist es eine Bereicherung. Auch bei KI darf man sich auf’s Bauchgefühl verlassen.


Nach der Verabschiedung konnten die, die wollten, sich in einem Restaurant zum Nachtessen treffen. Da ich den Pre-Event bereits verpasst hatte, wollte ich mich da gerne anschliessen. Und so liess ich den Abend bei einem feinen syrischen Tajine und in bester Gesellschaft ausklingen. Für mich war das ein Moment, in dem ich einfach dankbar bin, dass ich eigentlich so ein schönes Leben habe. Danke, liebe Joomla-Community und danke liebes Organisations-Team – der JoomlaDay™ DACH 2025 war wirklich toll und ich freue mich auf’s nächste Jahr!

Selfie von Denise vor einer Mauer mit einer gesprayten Mick Jagger-Karikatur, aus dessen Mund das Wort «Rock» als Schriftzug kommt.
Der JoomlaDay hat gerockt! Im Verantstaltungsort in Bad Krozingen gab es verschiedene künstlerische Highlights zu entdecken, wie hier ein Tunnel voller Karikaturen.